Das Repertoire des Orchesters ist vielseitig und spiegelt die Vielfalt des modernen
Musiklebens wider, die verschiedenartigen Vorlieben der Mitspieler ebenso
wie die unterschiedlichen Erwartungen des Publikums: die Bandbreite reicht
von anspruchsvollsten Kompositionen, die jedem professionellen Ensemble zur
Ehre gereichen würden, bis zu „schmissiger“ Unterhaltungsmusik die bei
Kurkonzerten das Publikum immer wieder begeistert.
Historisch beginnt das Repertoire der Mandolinata mit Bearbeitungen alter Musik, wie
etwa von
- Henry Purcell (1659-1695)
- Giuseppe Sammartini (1693-1750)
- Carl Stamitz (1745-1801)
- W. A. Mozart
- Johann Strauß (1825-1899)
und geht über
die bekannten romantischen, neoromantischen und folkloristischen
Originalwerke der Zupforchesterliteratur, beispielsweise von
- Hans Gál (1890-1987)
- Menichetti (1892-1969)
- Walter Kretschmar (1902-1976)
mit fließendem Übergang weiter bis zur Neuen Musik mit Werken von Komponisten wie
- Cesar Bresgen (1913-1988)
- Friedrich Zehm (*1923) oder
- Manfred Niehaus (*1933)
Dabei kamen in den letzten Jahren sogar eigens für die Mandolinata geschriebene bzw.
arrangierte Werke zur Uraufführung:
- der "Ländler" von Wolfgang Rihm (*1952)
- "Adieu" von Andreas Grün (*1960)
- "Šokanti karve – Die tanzende Kuh" von Regina Poškute (*1969)
- "...du hörst es die Fernen durchmessen" von Stephan M. Schneider (*1970).
Immer wieder lädt das Orchester Solisten zur Mitwirkung ein und bereichert so seine
Konzerte um weitere Klangfarben. Auch hier präsentiert die Mandolinata angefangen
von Bearbeitungen bekannter Barockkomponisten, wie etwa
- G. Ph. Telemann (1681-1767; Hornkonzert) oder
- Antonio Vivaldi (1678-1741, Konzert für Piccolo-Blockflöte)
bis hin zu Originalwerken des 20. Jahrhunderts, z.B.
- Hermann Ambrosius (1897-1983, Cellokonzert) und
- Konrad Wölki (1904-1983, Oboenkonzert)
die ganze Fülle der Möglichkeiten.
Neben diesem bereits breitgefächerten und mannigfaltigen Repertoire hat das Orchester
auch stets eine große Zahl von Werken der gehobeneren Unterhaltungsmusik
spielbereit, seien dies nun Bearbeitungen von Klassikern wie etwa
- Jacques Offenbach (1819-1880)
oder volkstümliche Werke etablierter Komponisten der Laienmusik wie
- Fried Walter (1907-1996) oder
- Kurt Schwaen (*1909)
oder aber zeitgemäße Stücke mit folkloristischen und populären Anklängen, wie etwa
- die "Suite Mexicana" von Eduardo Angulo (*1954) oder
- die "Piezas de Sudamérica" von Markus Kugler (*1971)
das es beispielsweise bei Kurkonzerten seinem Publikum immer wieder mit großem
Erfolg präsentiert.
Übrigens wird die Mandolinata auch von Chören immer
wieder gerne eingeladen, da das Zupforchester eine ideale Ergänzung zum
Gesang darstellt und es mittlerweile eine Vielzahl interessanter Werke für Chor
und Zupforchester gibt.
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