Chronik
1962: Gründung der Mandolinata Karlsruhe1964: Erstes öffentliches Konzert
1979: Werner Reichert wird Dirigent
1987: Arnold Sesterheim wird Dirigent
1992: 3. Deutscher Orchesterwettbewerb
1995: Andreas Grün wird Dirigent
1996: Konzertreise nach Spanien
2001: Denise Wambsganß wird Dirigentin
2004: 1. Preis beim 6. Deutschen Orchesterwettbewerb
2008: 7. Deutscher Orchesterwettbewerb
2009: Christopher Grafschmidt wird Dirigent
2010: Teilnahme beim Eurofestival der Zupfmusik in Bruchsal
2011: Konzertreise nach Spanien
1962: Gründung der Mandolinata Karlsruhe
Die Mandolinata Karlsruhe wurde am 28. September 1962 gegründet. Theo Leßmann, Gerhard Messerschmidt, Hans Liebscher und weitere Musikfreunde wollten die Zupfmusik in zeitgemäßer Form und bei hohem Leistungsstand einem breiten Zuhörerkreis darbieten. Der erste Dirigent der Mandolinata wurde Theo Leßmann, der bereits in seiner Jugend in vielen Orchestern mitgewirkt hatte, als Spieler u.a. beim Südwestfunk-Orchester Baden-Baden, als Dirigent des Mandolinenclubs Neureut sowie des Orchesters der Naturfreunde Knielingen.
1964: Erstes öffentliches Konzert
Das erste, in eigener Regie veranstaltete, öffentliche Konzert fand am 4. April 1964 im Kleinen Stadthallensaal in Karlsruhe statt. Als Gastsolist konnte der Mandolinenvirtuose Takashi Ochi gewonnen werden.
1979: Werner Reichert wird Dirigent
Werner Reichert, selbst Gründungsmitglied, wurde im Jahr 1979 Dirigent der Mandolinata. In den folgenden Jahren unternahm das Orchester einige Konzertreisen. Im Jahr 1980 besuchte die Mandolinata das spanische Bandurria-Orchester "Rondalla d'Olesa de Montserrat". Ein besonderes Erlebnis für alle Beteiligten war die mehrtätige Konzertreise gemeinsam mit dem Sängerbund der Verbandsgemeinde Zementwerk Leimen nach Maastricht, Niederlande.
1987: Arnold Sesterheim wird Dirigent
Arnold Sesterheim wird Dirigent der Mandolinata und unter seiner Leitung, unterstützt durch Sesterheims Kontakte und Tätigkeiten an der Musikschule, im Bund Deutscher Zupfmusiker und im Deutschen Musikrat, wird das Orchester eines der führenden im baden-württembergischen Raum und setzt musikalische Impulse durch die Aufführung neuer Werke.
1992: 3. Deutscher Orchesterwettbewerb
Durch Konzertreisen nach Siena in Italien, Santander in Spanien sowie Auftritte beim Goldoni-Festival 1993 in Straßburg hat das Orchester einen großen Bekanntheitsgrad und viele Freunde gewonnen. Höhepunkt der Arbeit unter Arnold Sesterheim war das Erreichen des Finales des 3. Deutschen Orchesterwettbewerbs 1992 in Goslar: die Leistung der Mandolinata wurde mit der Verleihung des Preises für die Leistungsstufe 1 gewürdigt.
1995: Andreas Grün wird Dirigent
Andreas Grün ist nach Studien in Karlsruhe, Wien und Basel vor allem als Konzertgitarrist, Komponist und Leiter von Meisterkursen auf nationalen und internationalen Veranstaltungen und Festivals hervorgetreten.
Mit Andreas Grün hatte das Orchester einen Leiter gefunden, der es verstand, neue Impulse mit Uraufführungen aus dem Bereich Neuer Musik zu setzen, ohne die traditionelle Musik zu vernachlässigen. Durch die Integration von Soloinstrumenten wie Flöte, Sopranino-Blockflöte, Oboe, Violoncello oder auch Horn konnte das Orchester sein Repertoire kontinuierlich erweitern. Andreas Grün verstand es immer wieder, professionelle Musiker aus seinem Wirkungskreis für die Zusammenarbeit mit der Mandolinata zu begeistern und zu verpflichten. Ein Höhepunkt in der Arbeit mit Andreas Grün war die Uraufführung einer Bearbeitung des "Ländler" von Wolfgang Rihm. Wolfgang Rihm, der wohl bedeutendste deutsche Komponist seiner Generation, für viele der Beethoven unserer Tage, war es, der seinem ehemaligen Schüler Andreas Grün die Erlaubnis zur Bearbeitung eines seiner Werke für Zupforchester gab - ein wohl einmaliges Ereignis in der Zupfmusik-Szene.
1996: Konzertreise nach Spanien
1996 war das Orchester als Vertreter Deutschlands beim Internationalen Festival für Zupfmusik in Vilareal in Spanien.
1999: 5. Deutscher Orchesterwettbewerb
Höhepunkt 1999 war die Teilnahme am Landesentscheid Baden-Württemberg zum 5. Deutschen Orchesterwettbewerb. Auch hier hat das Orchester sein hohes musikalisches Niveau mit dem Erreichen des Finales unter Beweis gestellt.
2001: Denise Wambsganß wird Dirigentin
Denise Wambsganß, die das Orchester von 2001 bis 2008 leitete, gilt als international gefragte Mandolinistin, die ihrerseits eine vielfältige Mitwirkung in renommierten Orchestern und Ensembles unter so bedeutenden Dirigenten wie Claudio Abbado, Eliahu Inbal oder Peter Eötvös vorweisen kann.
2004: 1. Preis beim 6. Deutschen Orchesterwettbewerb
Die Mandolinata begeisterte mit ihrem Spiel Jury und Publikum und hatte in der Endrunde der 13 besten deutschen Zupforchester die Nase vorn. Mit einer Höchstpunktzahl aller Teilnehmer in der Kategorie C1 (Zupforchester) von 24,2 Punkten erzielte die Mandolinata das beste Ergebnis und erhielt somit den 1. Preis beim 6. Deutschen Orchesterwettbewerb in Osnabrück. Für die Mandolinata war dies die bisher erfolgreichste Teilnahme an diesem Wettbewerb. Großen Anteil an diesem Erfolg hatte die Dirigentin Denise Wambsganß, die die Spieler systematisch auf den großen Auftritt in Osnabrück vorbereitete. Die Interpretation aller Wettbewerbsstücke zeigte, wie sehr das Orchester und die Dirigentin eine musikalische Einheit bildeten. Krönender Abschluss dieser erfolgreichen Reise war der Auftritt beim Festakt und Preisträgerkonzert vor mehr als 1000 begeisterten Zuhörern in der Osnabrücker Stadthalle.
2008: 7. Deutscher Orchesterwettbewerb
Auch im Jahr 2008 nahm die Mandolinata wieder erfolgreich am Deutschen Orchesterwettbewerb teil, der dieses Mal in Wuppertal stattfand. Mit 22,2 Punkten belegte das Orchester in der Rangliste Platz 5 von 14 und erhielt das Prädikat "mit sehr gutem Erfolg teilgenommen".
2009: Christopher Grafschmidt wird Dirigent
Christopher Grafschmidt studierte Musikwissenschaft in Heidelberg und ist neben seiner Tätigkeit am Max-Reger-Institut in Karlsruhe als Dozent bei Lehrgängen sowie als Komponist aktiv. Die meisten seiner Kompostionen entstehen für befreundete Orchester und Interpreten.
Im Frühjahr 2009 übernahm er - zunächst als "Übergangslösung" - die musikalische Leitung der Mandolinata. Inzwischen konnte er glücklicherweise fest als Dirigent für die Mandolinata gewonnen werden.
2010: Teilnahme beim Eurofestival der Zupfmusik in Bruchsal
Die Mandolinata Karlsruhe wurde aufgrund ihrer erfolgreichen Teilnahme beim Deutschen Orchesterwettbewerb zum weltgrößten internationalen Zupfmusikfestival eingeladen. Gemeinsam mit dem Mandolinen- und Gitarrenorchester Ötigheim wirkte die Mandolinata unter der Leitung von Arnold Sesterheim beim Eröffnungskonzert des Eurofestivals mit.
Die Missa brevis, ein Werk für Chor und Zupforchester, komponiert von Christopher Grafschmidt, erlebte in Bruchsal, unter der Mitwirkung einiger Spieler der Mandolinata Karlsruhe, seine Uraufführung.
2011: Konzertreise nach Spanien
Höhepunkt 2011 war die einwöchige Konzertreise nach Logroño in Spanien welche die Mandolinata im Sommer durchführte. (Siehe Reisebericht Logroño, sowie Videoausschnitte eines Konzertes in Agoncillo).
